PHKA bei EFFEKTE am 14. Juli - Mehr als Sport: Physische Fitness als Indikator für Gesundheit
Ankündigung, 19. Mai 2026
„Zukunft gestalten: Gesundheit für die Gesellschaft von morgen” lautet das Motto der EFFEKTE-Reihe 2026 der Stadt Karlsruhe. Die Pädagogische Hochschule Karlsruhe ist eine der Partnerinstitutionen.
Am 14. Juli geht es um das Thema “Mehr als Sport: Physische Fitness als Indikator für Gesundheit”. Forschende der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe (PHKA) und des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) beleuchten die Bedeutung physischer Fitness als Indikator für Gesundheit über die gesamte Lebensspanne und zeigen innovative Erfassungsmethoden. Der Eintritt ist frei.
Wie fit sind wir wirklich und was sagt das über unsere Gesundheit aus? Forschende der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe (PHKA) und des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) beleuchten an diesem Abend der EFFEKTE-Reihe die Bedeutung physischer Fitness als Indikator für Gesundheit über die gesamte Lebensspanne und zeigen hierzu innovative Erfassungsmethoden.
In ihrer Einführung ins Thema legen PD Dr. Anke Hanssen-Doose von der PHKA und Dr. Claudia Niessner vom KIT dar, dass bereits in Kindheit und Jugend die physische Fitness als ein zentraler Indikator für Gesundheit und ganzheitlich gelingende Entwicklung ist und geben einen kompakten Überblick zu etablierten sowie innovativen Verfahren zur Erfassung der physischen Fitness.
Prof Dr. Elke Opper (PHKA) stellt Ergebnisse aus der repräsentativen MoMO Studie 2.0 zum Zusammenhang von Stresserleben und körperlichen wie psychischen Symptomen bereits im Kindesalter vor. In einem Ausblick beschreibt sie, ob durch sportliche Aktivität und einer dadurch guten motorischen Leistungsfähigkeit diese schädlichen Effekte abgemildert werden können.
Wie lässt sich die motorische Leistungsfähigkeit von Kindern und Jugendlichen valide und messgenau erfassen, wenn ein persönliches Testen nicht möglich ist? Dieser Frage geht Thorsten Klein, Doktorand an der PHKA, nach. Er beschreibt, wie mit dem DigiMot-Testprofil erstmalig ein videokonferenzbasiertes Verfahren für Kinder und Jugendliche entwickelt und im Rahmen der COMO-Studie eingesetzt wurde. Die Ergebnisse zeigen: Digitale Testformate auf Videokonferenzbasis sind eine praxistaugliche Alternative zu klassischen Präsenztests und eröffnen neue Wege für eine breite und ortsunabhängige Datenerhebung und das Erreichen neuer Zielgruppen.
Dem folgt im Vortag von Clara Zöller, Doktorandin am KIT, eine Einführung in KI-gestützte Erfahren zur Erfassung und Analyse von motorischen Fähigkeiten. Neben der Vorstellung von KI-Modellen wie Pose Estimation werden die Chancen (z. B. Prävention, Training, Rehabilitation) sowie Grenzen(z.B. Datenschutz oder technischer Genauigkeit) ihres Einsatzes dargestellt und bewertet.
Ein weiterer Fokus liegt auf inklusiver Diagnostik für junge Menschen mit Behinderung und deren Bedeutung für Teilhabe. Dr. Sarah Heinisch (PHKA/KIT) stellt einen neu entwickelten Motoriktest vor, der in der Lage ist, motorische Leistungsfähigkeit in einer Weise zu erfassen, die den heterogenen Bedürfnissen von Heranwachsenden mit Behinderung gerecht wird. Die bisherigen Ergebnisse aus der Anwendung des Tests zeigen, dass die gewonnenen Informationen weit über den Sport hinaus von Nutzen sind, in dem sie beispielsweise bei der Planung geeigneter Unterstützungsmaßnahmen helfen und damit einen wichtigen Beitrag zu inklusiven Bildungs- und Freizeitstrukturen leisten.
Neben all diesen wissenschaftlichen Einblicken erwartet die Besucher:innen ein Feldtestlabor mit Mitmachstationen.
Die Veranstaltung startet bereits um 17:30 im TRIANGEL am Kronenplatz. Der Eintritt ist frei.
Moderiert wird die EFFEKTE-Reihe von Uwe Gradwohl, Leiter der Redaktion Wissen beim SWR.
Die EFFEKTE-Reihe wird organisiert vom Wissenschaftsbüro der Wirtschaftsförderung der Stadt Karlsruhe und lehnt sich thematisch an das Motto des Wissenschaftsjahrs 2026 („Medizin der Zukunft“) an. Die Pädagogische Hochschule Karlsruhe ist seit Beginn der Reihe als Partner dabei. Außer dem Abend am 14. Juli gemeinsam mit dem KIT stellen Wissenschaftler:innen der PHKA am 11. August das Projekt ResoLut am Abend zum Thema “Zwischen Fakten, Vertrauen und gelingendem Lernen” vor. Im Januar 2027 gibt es in der Reihe einen Abend von PHKA und der Hochschule für Musik.
Medien
Aktualisiert am 19. Mai 2026 von Kirsten Buttgereit